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Was ist Erfolg…. 

In diesem Newsletter möchten wir der Frage nachgehen, was Erfolg ist und wo möglicherweise auch die Schattenseiten des Erfolgsstrebens liegen können. 

Was Erfolg wirklich ist, lässt sich schwer allgemein beantworten. Grundsätzlich ist es uns in der westlichen Gesellschaft vorherbestimmt, er-folg-reich zu sein.  

Die Definition von „Erfolg“ ist für jeden Menschen einzigartig und beschreibt unterschiedliche und sehr spezifische Ziele. Ebenso wird unter Erfolg verstanden, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. 

Das Wort "Erfolg" trägt die Bedeutung "Folge" in sich. Aber die Erreichung eines Ziels bedeutet noch lange nicht, dass jemand Erfolg hat. Wir können jemanden oder uns selbst als erfolgreich bezeichnen, wenn wir eine subjektive Zustandsverbesserung empfinden. Ziele sind nur Wegbeschreibungsgehilfen, die sich ändern können. Erfolg hat häufig auch etwas mit Durchhaltevermögen zu tun, durch Fehler verbessert sich die Wahrscheinlichkeit, auch irgendwann wirklich an am Ziel angelangt zu sein. 

Erfolgreiche Menschen sind aktiv.  

  •   Sie haben Mut etwas Neues auszuprobieren  
  •   Sie setzen sich Ziele  
  •   Sie lieben Ihre Aufgaben und erfüllen diese mit  Leidenschaft  
  •   Sie lieben sich selbst und andere Menschen  
  •   Sie sehen Probleme als Chancen  
  •   Sie halten sich nicht lange an Misserfolgen fest  
  •   Sie nutzen Misserfolge für die persönliche Weiterentwicklung  
  •   Sie tragen Verantwortung für Ihr Handeln  
  •   Sie glauben an sich und an Ihren Erfolg  
  •   Sie können Ihren Erfolg genießen  
  •   Sie sind flexibel  
  •   Sie haben Visionen  
  •   Sie gestalten Ihr Leben aktiv 

Eine sehr schöne Aufzählung von vielen erstrebenswerten Eigenschaften. 

Erfolg ist aber auch häufig mit Grenzen und Grenzsituationen verbunden. Einerseits behindern uns Grenzen und engen uns ein, das Potenzial kann nicht ganz ausgeschöpft werden. 

Andererseits helfen uns Grenzen vor uns selbst, sie schützen uns vor Überlastung und vor anderen. Hier fällt als Stichwort Burnout ein. Das Burnout-Risiko resultiert aus einer Dysbalance von Belastung und Erholung. Dazu zählt langanhaltender Stress, ineffiziente Stressverarbeitung und mangelhafte Erholung. Wesentlich ist der Einfluss von vielen unterschiedlichen Faktoren, Betriebliches, Privates, Soziales und Persönliches haben Einfluss auf das Wohlbefinden. Der präventive Ansatz gegen Burnout setzt auch an unterschiedlichen Ebenen an.

 

Es können drei verschiedene Präventionsansätze unterschieden werden: 

Es gibt, wie zu vielem, kein Rezept, es ist ein Ausloten von eigenen Ressourcen, von eigener Belastbarkeit, eigener Erholungsfähigkeit und eigenen Grenzen. 

  

Zum Thema Erfolg auch noch eine Geschichte… 

Ein Investmentbanker stand in einem kleinen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Das Boot hatte einen riesigen Thunfisch geladen. Der Banker gratulierte dem Fischer zu seinem Erfolg und fragte, wie lange dieser dazu gebraucht habe, seine Beute zu fangen. Der Mexikaner antwortete: „Nicht lange. Nur ein paar Stunden.“ Daraufhin fragte der Banker, warum er nicht länger auf hoher See geblieben sei, denn dann hätte er bestimmt noch mehr fangen können. 

Der Mexikaner sagte, der Fisch reiche aus, um seine Familie und ihn für die kommenden Tage zu versorgen. Der Banker fragte wiederum sehr erstaunt: „Was tun Sie mit dem Rest des Tages?“ 

Der mexikanische Fischer sagte: „Ich schlafe mich morgens aus, spiele mit den Kindern, mache mit meiner Frau Maria einen Spaziergang, zu Mittag halte ich Siesta, gehe dann ins Dorf, genieße ein Glas Rotwein und spiele mit den Freunden auf der Gitarre. Sie sehen, ich habe ein sehr ausgefülltes Leben.“ 

Der Banker lachte und meinte: „Ich bin Harvard-Absolvent und könnte Ihnen ein bisschen unter die Arme greifen. Sie sollten wahrlich mehr Zeit dem Fischen widmen und sich von dem Mehrerlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten Sie sich mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganze Flotte an Fischerbooten besitzen. Statt den Fang an die Händler zu verkaufen, könnten Sie ihn direkt an die Fischfabriken liefern und schließlich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses engstirnige Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City, Los Angeles oder New York umziehen und von dort aus Ihr florierendes Unternehmen weiter leiten.“ 

Der Fischer fragte nun: „Und wie lange soll das alles dauern?“ Der Banker erwiderte: „So etwa 15 bis 20 Jahre.“ „Und was mache ich nach dieser Zeit?“, fragte der Fischer und der Banker lachte nun über das ganze Gesicht: „Dann, ja dann kommt das Beste! Wenn die Zeit reif ist, können Sie mit Ihrem Imperium an die Börse gehen, Ihre Unternehmensanteile verkaufen und sehr reich werden. Sie können Millionen verdienen mit Ihren Fischen!“ 

Der Mexikaner sagte: „Millionen. Was aber dann?“ Der Banker verkündete voller Stolz: „Dann können Sie aufhören zu arbeiten. Sie können in ein kleines Fischdorf an der Küste ziehen, morgens lang ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit Ihren Kindern spielen, nach dem Mittagessen eine Siesta mit Ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein trinken und mit Ihren Freunden Gitarre spielen.“

Seine Ansicht über Erfolg schrieb der Philosoph und Schriftsteller Ralph Waldo Emerson im 19. Jahrhundert: 

Oft und viel lachen. 

Die Achtung intelligenter Menschen und die Zuneigung von Kindern gewinnen. 

Die Anerkennung aufrichtiger Kritiker verdienen und den Verrat falscher Freunde ertragen. 

Schönheit bewundern. 

In anderen das Beste finden. 

Die Welt ein wenig besser verlassen, ob durch ein Kind, ein Stückchen Garten oder  

einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft. 

Wissen, dass wenigstens das Leben eines anderen Menschen leichter war, weil du gelebt hast. 

Das bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben. 

[ Ralph Waldo Emerson, 1803 – 1882 ] 

 

Vielleicht bringen diese Gedanken auch Sie zum Nachdenken, ein paar hilfreiche Fragen könnten dabei sein: 

 

 

- Was bedeutet für mich Erfolg?

 

- Was ist mir in meinem Leben besonders wichtig?

 

- Lebe ich auch danach?

 

- Gibt es Dinge, die ich möglicherweise ändern möchte? 

- Wofür möchte ich einmal gelebt haben? 

 

Literaturverzeichnis: 

Fonds Gesundes Österreich (2010): Burnout – Leitfaden zur betrieblichen Gesundheitsförderung in 

Groß betrieben

 

Mag. Sandra Pamminger